Die Stadt - Religionen

Christentum

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Die evangelische Nikolaikirche am Alten Markt.

Die Geschichte des Christentums in der Stadt Potsdam ist geprägt von einem Nebeneinander der Glaubensgemeinschaften. Die Stadt Potsdam gehörte anfangs zur christlichen Propstei Spandau des 949 gegründeten Bistums Brandenburg. Im Jahr 1541 führte der Kurfürst von Brandenburg die Reformation ein, die Stadt war damit über Jahrhunderte eine überwiegend protestantisch geprägte Stadt. Vorherrschend war das lutherische Bekenntnis, jedoch gab es auch reformierte Gemeindeglieder. Ab 1723 gab es eine Französisch-Reformierte Gemeinde, welche 1753 die Französische Kirche erhielt.

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Die Französische Kirche ist ein Zeichen der religiösen Toleranz in Preußen.

1817 wurden die beiden evangelischen Konfessionen innerhalb Preußens zur Unierten Kirche vereinigt. Das Oberhaupt war der König von Preußen als Landesherrliches Kirchenregiment. 1918 entstand die Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union, welche 1947 zur Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg wurde. 2004 fusionierte die Kirche mit der Evangelischen Kirche der schlesischen Oberlausitz zur Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Die protestantischen Kirchengemeinden Potsdams gehören heute zum Kirchenkreis Potsdam, dessen Sitz (Superintendentur) sich ebenfalls in Potsdam befindet. Als Reaktion auf die Vereinigung zur Unierten Kirche entstand die altlutherische Evangelisch-Lutherische Kirche Preußens, welche sich erst 1841 nach langer Verfolgungszeit seitens der unierten evangelischen Landeskirche und des preußischen Staates konstituieren konnte. Diese Kirchengemeinde gehört heute zum Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche.

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Die katholische Propsteikirche St. Peter und Paul.

Da Potsdam Garnisonsstadt war, gab es zahlreiche katholische Soldaten. 1868 entstand die katholische Kirche St. Peter und Paul. 1821 wurde die Fürstbischöfliche Delegatur Berlin-Brandenburg-Pommern errichtet. 1930 wurde das Bistum Berlin als Suffraganbistum von Breslau errichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebiet der Kirchenprovinz Breslau getrennt und damit exemt, es unterstand direkt dem Papst. Im Zuge der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten wurde 1994 das Bistum Berlin zum Erzbistum Berlin erhoben, zu dem heute die Pfarrgemeinden Potsdams gehören. Neben den landeskirchlichen Gemeinden gibt es mehrere Freikirchen, wie die Herrnhuter Brüdergemeine.

Aktuell leben in Potsdam mehr als 30.000 Christen verschiedener Konfessionen, dies entspricht 20% der Bevölkerung. Davon gehören etwa 25.000 den 22 evangelischen und ca. 5.000 den beiden katholischen Gemeinden der Stadt an. Die verschiedenen freien Kirchengemeinschaften zählen zusammen ebenfalls mehrere Tausend Gläubige.


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Info

Wappen
  • Bundesland: Brandenburg
  • Landkreis: Kreisfreie Stadt
  • Stadtgliederung: 7 Wohngebiete und
    9 neue Ortsteile mit je einem Ortsbeirat
  • Höhe: 35 m ü. NN
  • Fläche: 187,27 km²
  • Breitengrad: 52° 24′ N
  • Längengrad: 13° 4′ O
  • Postleitzahlen: 14401–14482
  • Kfz-Kennzeichen: P
  • Einwohner: ca. 152 966
  • Bevölkerungsdichte: 817 Einwohner je km²
  • Gemeindeschlüssel: 12 0 54 000
  • Adresse der Stadtverwaltung: Friedrich-Ebert-Str. 79/81
    14469 Potsdam
  • Website: potsdam.de